Projektassistent Schwerpunktbereich Kleinaufträge und Sonderanfertigungen

Der Projektassistent im Schwerpunktbereich „Kleinaufträge und Sonderanfertigungen“ unterstützt Sie bei dem Aufbau von Risikomanagement-Strukturen in Ihrem Unternehmen. Der Schwerpunktbereich „Kleinaufträge und Sonderanfertigungen“ lässt sich durch folgende Stichwörter charakterisieren:

Heterogene Anwendungsgebiete/Kundenanforderungen, hohe Variantenvielfalt, Kleinaufträge, Ermittlung der Kundenanforderungen, bestimmungsgemäßer Gebrauch, auftragsbezogene Fertigung

Ein typischer Vertreter wäre ein Zulieferer für den Anlagenbau, der spezielle Varianten von bestimmten Bauteilen auftragsbezogen fertigt.

Die Risiken enstehen hier oft dadurch, dass die Anwendungssituation und Verwendung des Produktes nicht oder nur unzureichend bekannt ist. Komplexe Anforderungsprofile (z. B. anhand von Lastenheften) sind bei Kleinaufträgen kaum zu erwarten. Es müssen einfache Wege gefunden, um dafür zu sorgen, dass das Produkt nur in Bereichen eingesetzt wird, für die es geeignet ist. Die Geschäftsprozesse im Bereich der  Entwicklung und auch im Vertrieb sind so zu strukturieren, dass der Kunde ein passendes Produkt auswählt. Da die Auftragswerte hier an sich eher klein sind, liegen die Risiken hauptsächlich im Bereich der Produkt- und Produzentenhaftung, wenn also durch das Produkt ein größerer Gesundheits- Umwelt- oder Vermögensschaden entstehen kann. Ein typisches Beispiel ist der Einsatz von Produkten innerhalb von Produktionsanlagen der Lebensmittel oder Pharmazieindustrie. Der Umgang mit Emerging Risks (z. B. durch den Einsatz von Nanotechnologie) in diesem Bereich stellt eine besondere Herausforderung dar.

Sie sind sich nicht sicher, ob dies der richtige Schwerpunktbereich ist? Der Analyse-Assistent unterstützt Sie bei der Analyse der Risikosituation Ihres Unternehmens. Oft werden Produkte nur in kleinen Mengen abgenommen, aber in sehr großen Stückzahlen produziert, der Bezug zum Endprodukt/Einsatzgebiet ist dabei dann unbekannt. Diese Situation hat dann auch viele Charakteristika des Schwerpunktbereiches Serienproduktion. Wenn für einzelen Kunden spezielle Entwicklungsprojekte angestoßen werden (also nicht nur einfach eine neue Variante konfiguriert wird) sind die Übergänge zu dem Schwerpunktbereich Projektgeschäft fließend.

Wir empfehlen einen Aufbau der Risikomanagement-Strukturen entsprechend dem vorgestellten Vorgehensmodell. Dieses wird hier auf der Plattform durch den Projektassistenten unterstützt.  In jedem Fall ist eine Differenzierung nach einzelnen Detailprojekten notwendig, da der Risikomanagementbedarf in jedem Unternehmen unterschiedlich ist. Ziel ist letztendlich immer eine möglichst nahtlose Integration in die Geschäftsprozesse. Dazu ist zunächst der Status Quo in Ihrem Unternehmen zu bestimmen. Im Schwerpunktbereich Kleinaufträge und Sonderanfertigungen sind inbesondere folgende Strukturen/Fragestellungen interessant:

  • In welche Märkte/Anwendungsgebiete wird geliefert (besonders interessant Lebensmittel, Pharmazie, Medizinprodukte)?
  • Werden eigene Produkte in sehr großen Stückzahlen in Endprodukten verbaut?
  • Welche Risiken bestehen im Anwendungsfall (für Anwender, Endkunden, Dritte, insbesondere Gesundheitsrisiken)?
  • Wie wird die Zweckbestimmung festlegt (bestimmungsgemäßer Gebrauch/ Ausschluss von missbräuchlicher Nutzung)?
  • Wie weit möchte man die Verantwortung für den Einsatz der Produkte in bestimmten Bereichen übernehmen?
  • Geschäftsprozesse im Bereich Vertrieb und Beratung
  • Kommunikation der Produktanforderungen (Kunde – Vertrieb – Entwicklung – Produktion)
  • Zulassung der zugelieferten Materialien (z. B. für den Lebensmittelbereich)
  • Prüfplanung für Materialien die in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden
  • Umgang mit Emerging Risks
  • Ersatzlieferungen, Anschlussaufträge, wenn ursprüngliche Materialien nicht mehr zur Verfügung stehen
Die Ergebnisse der Analyse sind hilfreich bei der Aufstellung des Zielkonzept für den Aufbau von Risikomanagement-Strukturen sowie der Entwicklung des Ausbreitungskonzeptes.

Folgende Good-Practice Beispiele bieten Ansatzpunkte für Detailprojekte  für diesen Schwerpunktbereich:

Die folgende Tabelle zeigt für den Schwerpunktbereich „Kleinaufträge und Sonderanfertigungen“ eine Übersicht der Kompetenzen/Strukuren mit den zugehörigen Good-Practice-Beispielen und Methoden, die hier auf der Plattform zur Verfügung stehen:

Öffnen Sie hier ein neues Fenster, um mit den Hyperlinks in der Tabelle zu arbeiten.

  • Gefährdungs- und Ursachenlisten in Abhängigkeit von Märkten, Anwendungen, Materialien und Produkten
  • Integration des Risikomanagements in Vertrieb/Produktentwicklung, Klassifizierung von Produkten/Kunden/Konzernen
  • Systematische Kommunikation der Anforderungen vom Kunden über den Außendienst bis zur Entwicklung
  • Flexible Prüfungen abhängig vom Risikolevel des Produktes (Material/Endprodukt etc.)
  • Umgang mit Emerging Risks, etwa im Bereich Nanotechnologie, besonders hinsichtlich Arbeitssicherheit und Produkthaftung

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