Projektassistent Schwerpunktbereich Großprojekte

Der Projektassistent im Schwerpunktbereich Großprojekte unterstützt Sie bei dem Aufbau von Risikomanagement-Strukturen in Ihrem Unternehmen. Der Schwerpunkt Großprojekte lässt sich durch folgende Stichwörter charakterisieren:

  • individuelle Gewährleistungsvereinbarungen/Funktionsgarantien
  • mittlere Auftragsgrößen/Stückzahlen (z. B. Kleinserien)
  • Projektmanagement, Zieltermin
  • Lastenheft, Pflichtenheft, Abnahme

Besonders betroffene Geschäftsprozesse:

  • Projektmanagement
  • Vertragsverhandlungen/Angebotserstellung
  • Produktentwicklung (z. B. Variantenmanagement)
  • Vertrieb

Hauptrisikofelder:

  • Produkthaftung/Produzentenhaftung durch Fehlfunktion
  • Gewährleistungsrisiken, Gewährleistungsbetrug
  • Projektrisiken (Termine / Kosten)
  • Haftung für Produktionsausfall beim Kunden durch Projektverzögerung (entweder Kleinserie beim Kunden oder Anlage beim Kunden)
  • Blockade von zukünftigen Märkten/Kunden durch Non-Disclosure Agreements etc. (strategisch)
  • Verletzungen der IPR anderer Parteien (durch Patente oder bestehende Non-Disclosure Agreements)

Gerade die Entwicklung und Produktion von auf individuelle Kundenwünsche angepassten Produkten ist eines der wichtigsten Märkte für deutsche kmU, besonders im Bereich B2B. Hier liegt der Wert des Unternehmens aus Sicht des Kundens vor allem in der Entwicklungspartnerschaft bzw. in der speziellen Kompetenz und Spezialisierung des Lieferanten, wie beispielsweise hier beschrieben ist. Die Risiken in diesem Bereich liegen einerseits im Bereich der Projektmanagements, typische Risiken sind hier Verzögerungen des Projektes oder Budgetüberschreitungen. Andererseits ist das Unternehmen bei Großprojekten oft auch in einer speziellen Verantwortung, was Produkthaftung, Produzentenhaftung und Gewährleistung angeht. Dies wird oft dadurch deutlich, dass individuelle vertragliche Vereinbarungen mit dem Kunden diesbezüglich abgeschlossen werden. Letztendlich sind es Geschäftsprozesse in der Produktentwicklung und besonders die Phase der Anforderungsanalyse, in denen die Risikomanagement-Strukturen ansetzen müssen.

Sie sind sich nicht sicher, ob dies der richtige Schwerpunktbereich ist? Der Analyse-Assistent unterstützt Sie bei der Analyse der Risikosituation Ihres Unternehmens. Auch die Produktentwicklungsphase vor dem Serienstart im Schwerpunktbereich Serienproduktion hat in der Regel Projektcharakter. Werden die Auftragsvolumina kleiner und werden mit den Kunden kaum noch individuelle Vereinbarungen ausgehandelt, sind die Übergänge zum Schwerpunktbereich Kleinaufträge/Sonderanfertigungen fließend.

Wir empfehlen einen Aufbau der Risikomanagement-Strukturen entsprechend dem vorgestellten Vorgehensmodell. Dieses wird hier auf der Plattform durch den Projektassistenten unterstützt.  In jedem Fall ist eine Differenzierung nach einzelnen Detailprojekten notwendig, da der Risikomanagementbedarf in jedem Unternehmen unterschiedlich ist. Ziel ist letztendlich immer eine nahtlose Integration in die Geschäftsprozesse. Dazu ist zunächst der Status Quo in Ihrem Unternehmen zu bestimmen. Im Schwerpunktbereich Großprojekte sind dies inbesondere folgende Strukturen:

  • In welche Märkte / Anwendungsgebiete wird geliefert?
  • Welche Risiken bestehen im Anwendungsfall (für Anwender, Endkunden, Dritte, Gesundheitsrisiken/Sachrisiken/Umwelt)? Wer hat Kontakt mit dem Endanwender?
  • Werden Gewährleistungs- und Funktionsgarantien definiert? Welcher Partner in der Supply-Chain übernimmt welche Haftung?
  • Wie wird der bestimmungsgemäße Gebrauch definiert (im Hinblick auf  Gewährleistung und Produkthaftung)?
  • Wie ist die Überwachung der Produkte in der Anwendung organisiert?
  • Gibt es Rücknahmeverpflichtungen (Entsorgung)?
  • Handelt es sich um ein einmaliges Projekt oder regelmäßige Aufträge?

Oft sind bei Großprojekten mehrere Unternehmen beteiligt und das Unternehmen muss verschiedene eigene Zulieferer koordinieren. In diesem Zusammenhang sind besonders folgende Punkte von Interesse:

  • Zeitplan (Einbindung aller internen und externen Akteure; z. B. Vertrieb, Entwicklung, Beschaffung, Produktion)
  • Preisverhandlungen, Umgang bei Änderung der Anforderungen
  • Vorgehen bei Verzögerungen in der Supply-Chain (zeitliches Projektmanagement)
  • Aufnahme der Spezifikationen und bestimmungsgemäßer Gebrauch (technisches Projektmanagement)
  • Validierung der Entwicklung/des Produktes in der Supply-Chain (technisches Projektmanagement)
  • Technisches und zeitliches Risikomanagement (sind Bestandteil des Projektmanagements)
  • IPR in der Supply-Chain
  • Vertragsgestaltung

Die Ergebnisse der Analyse sind hilfreich bei der Aufstellung des Zielkonzept für den Aufbau von Risikomanagement-Strukturen sowie der Entwicklung des Ausbreitungskonzeptes.

Folgende Good-Practice Beispiele bieten Ansatzpunkte für Detailprojekte  für diesen Schwerpunktbereich:

Die folgende Tabelle zeigt für den Schwerpunktbereich „Serienproduktion“ eine Übersicht der Kompetenzen/Strukturen mit den zugehörigen Good-Practice-Beispielen und Methoden, die hier auf der Plattform zur Verfügung stehen:

Öffnen Sie hier ein neues Fenster, um mit den Hyperlinks in der Tabelle zu arbeiten.

  • Kommunikation der Anforderungen an das Endprodukt (Lastenheft) innerhalb der Wertschöpfungskette
  • Projektmanagement mit integriertem Risikomanagement (zeitlicher Verlauf von Projektrisiken)
  • Risikopartnerschaften mit Zulieferern: Die Verantwortung der einzelnen Unternehmen in der Produktentwicklung mit Zulieferern festlegen (auch hinsichtlich Produzentenhaftung und Gewährleistungshaftung).
  • Kooperation mit externen Dienstleistern in zeitkritischen Arbeitspaketen
  • Gewährleistung/Funktionsgarantien so gestalten, dass durch Änderung der Anwendungsbedingungen keine unkalkulierbaren Risiken entstehen
  • Überwachung von Produkten im Markt/in der Anwendung

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